Konflikt-Lösung mit dem Harvard-Konzept

Auch wenn wir es uns nicht wünschen: Es gibt keinen Arbeitsalltag ohne Konflikte, fast alle lassen sich aber lösen. Die einzige Voraussetzung dafür ist: Sie kennen den richtigen Ansatz, besitzen also Konfliktkompetenz. Eine erfolgversprechende Methode ist das Harvard-Konzept.

Wie sieht das Konzept aus? Und wie wenden Sie es im Team an? Das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Das Harvard-Konzept basiert auf 3 Grundgedanken:

  1. Jeder Konflikt endet mit einer freundschaftlichen Einigung. Keine der beteiligten Parteien soll unterliegen.

  2. Ziel ist es, die gute Beziehung zwischen den beteiligten Parteien, in unserem Kontext den beteiligten Mitarbeitenden, zu erhalten. Es geht also um eine Win-Win-Situation.

  3. Win-Win-Situation bedeutet eben nicht, dass die eine Seite nachgibt oder dem Konflikt aus dem Weg geht (und sich dann vielleicht übergangen fühlt). Win-Win bedeutet, dass das Lösungen auf der Sachebene verhandelt werden, die für beide Seiten Vorteile sind oder einen gegenseitigen Nutzen bringen.

Trennen Sie Sach- und Beziehungsebene!

Das Harvard-Konzept trennt die Menschen und den Problemen. Konzentrieren Sie sich also auf die Interessen, Bedürfnisse und Standpunkte der Beteiligten, nicht auf ihre Persönlichkeiten oder Emotionen. Dies hilft, den Konflikt sachlich zu betrachten und persönliche Animositäten zu minimieren.

Konzentrieren Sie sich auf die Interessen!

Identifizieren Sie die zugrunde liegenden Interessen und Bedürfnisse aller Parteien anstatt sich ausschließlich auf ihre Positionen zu konzentrieren. Dies ermöglicht es den Beteiligten, kreative Lösungen zu finden, die ihren Interessen gerecht werden.

Entwickeln Sie neue Optionen!

Ermutigen Sie alle Parteien, gemeinsam nach verschiedenen Lösungsmöglichkeiten zu suchen, um den Konflikt zu lösen. Diese Optionen sollten intressenbasiert sein und auf Kreativität und Zusammenarbeit beruhen.

Vereinbaren Sie neue Bewertungs-Kriterien!

Legen Sie objektive Kriterien oder Standards fest, anhand derer die vorgeschlagenen Lösungen bewertet werden. Dies hilft dabei, die faireste und am besten geeignete Lösung zu identifizieren. Und es ist die Grundlage dafür, dass die Interessen und Bedürfnisse von allen Mitarbeitenden berücksichtigt werden. Arbeiten wir an etwas, was uns persönlich wichtig ist?

Das Harvard-Konzept betont als Schlüssel zur Konfliktlösung also Kooperation, Interessenfokussierung, Kreativität und objektive Entscheidungsfindung. Das Modell hat sich als sehr effektives Werkzeug erwiesen, um so Konflikte auf konstruktive und faire Weise zu bewältigen und langfristige Beziehungen zwischen den Mitarbeitenden zu fördern.


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Teamentwicklung - diese 7 Kriterien zeichnen eine gute Maßnahme aus