Gewaltfreie Kommunikation -Methode zur Konfliktlösung in Teams

Konflikte gibt es in jedem Team

Kein Team ist immun gegen Konflikte. Konflikte sind natürlich. Sie kommen überall vor, wo Menschen aufeinander treffen. Und auch wenn wir sie als unangenehm empfinden und ihnen vielleicht aus dem Weg gehen möchten - ein Team, welches Berge versetzen möchte, hat Methoden, Konflikte anzugehen und zu lösen. Konfliktkompetenz ist Teil einer guten Teamentwicklung und wird dort trainiert. Eine Methode, die gewaltfreie Kommunikation, stelle ich hier vor.

Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg

Die gewaltfreie Kommunikation (GFK) nach Marshall Rosenberg ist ein Kommunikationsansatz, der darauf abzielt, Menschen zu helfen, auf eine empathische und respektvolle Weise miteinander zu kommunizieren, um Konflikte zu lösen. Die gewaltfreie Kommunikation wurde von Marshall Rosenberg, einem amerikanischen klinischen Psychologen, entwickelt und basiert auf der Idee, dass Sprache und Kommunikation ein wesentlicher Bestandteil unserer Interaktionen sind und dass sie zu Missverständnissen, Konflikten und Gewalt führen können, wenn sie nicht bewusst und einfühlsam eingesetzt werden.

Die Kernprinzipien der gewaltfreien Kommunikation sind:

  1. Beobachtung: Beschreiben Sie objektiv und konkret, was Sie sehen oder hören, ohne zu bewerten oder zu interpretieren.

  2. Gefühle: Teilen Sie Ihre eigenen Gefühle mit, ohne sie anderen zuzuschreiben oder mit ihrem Verhalten zu verbinden.

  3. Bedürfnisse: Artikulieren Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche klar und ehrlich.

  4. Bitte: Formulieren Sie konkrete, positive Bitten, die anderen die Möglichkeit geben, freiwillig zu handeln.

Anwendungsbeispiel - gewaltfreie Kommunikation in Teams

Zum besseren Verständnis: hier ein Beispiel für die Anwendung der gewaltfreien Kommunikation im Unternehmenskontext:

Situation: Ein Teammitglied hat wiederholt seine Aufgaben nicht rechtzeitig erledigt, was zu Verzögerungen in einem wichtigen Projekt geführt hat.

  1. Beobachtung: "Ich habe bemerkt, dass die letzten Aufgaben, die du übernommen hast, nicht rechtzeitig abgeschlossen wurden und dadurch das Projekt verzögert wurde."

  2. Gefühle: "Das macht mich besorgt und frustriert, weil wir nun unter Zeitdruck geraten und das Projekt pünktlich abschließen müssen."

  3. Bedürfnisse: "Es ist wichtig für uns, dass wir als Team effizient arbeiten und unsere Verantwortlichkeiten rechtzeitig erfüllen, um unseren Kunden einen qualitativ hochwertigen Service zu bieten."

  4. Bitte: "Kannst du bitte sicherstellen, dass du deine Aufgaben termingerecht abschließt, damit wir als Team reibungsloser arbeiten können und das Projekt erfolgreich abschließen?"

Durch die Anwendung der gewaltfreien Kommunikation können Probleme im Arbeitsumfeld konstruktiv angesprochen werden, ohne dass es zu Schuldzuweisungen oder Konfrontationen kommt. Stattdessen werden die eigenen Gefühle, Bedürfnisse und Bitten klar und respektvoll ausgedrückt, was zu einer effektiveren Zusammenarbeit und Problemlösung führt.

Probieren Sie es aus! Diese Art der Kommunikation macht es Ihnen leichter, Konflikte und ‘unangenehme Themen’ anzusprechen und zu lösen!

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